
Da ja die klassischen Sommerfrüchte schon "bearbeitet" waren, hatte ich lange überlegt, was ich umsetzen könnte.
Gut, Erdbeeren - aber die Zeit ist ja vorbei. Und eigentlich hätte ich diese Frucht auch in der allerersten Post vermutet...die immer noch aussteht!
Zitrusfrüchte,
Birne,
Melone,
Kirsche,
in Frage kommen
Aprikosen, Walderdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Quitte, Apfel,Holunder, Traube...
Und zu jedem hätte ich eine Idee ;)
Allerdings ist zeitlich Quitte, Apfel, Holunder, Traube für mich eher spätsommerlich-herbstlich.
Was habe ich seit Beginn der warmen Jahreszeit genossen?
Womit verbinde ich ganz besondere Erinnerungen? Genüsse? Gerüche?
Schließlich sind meine Kinder daran "schuld", welches Obst es wird...
Kennt ihr das Gedicht "weiß du, wie der Sommer riecht?" von Ilse Kleberger?
DAS ist für mich der Inbegriff des Sommers. DIE ultimative Beschreibung des Sommers!
Und nachdem in diesem Gedicht einige Früchte benannt werden, ergibt sich die Auswahl eigentlich von selbst...
und vor allem das Lied:
unser Ohrwurm schlechthin.
Sommer
Weißt du, wie der Sommer riecht?
Nach Birnen und nach Nelken,
nach Äpfeln und Vergißmeinnicht,
die in der Sonne welken,
nach heißem Sand und kühler See
und nassen Badehosen,
nach Wasserball und Sonnenkrem,
nach Straßenstaub und Rosen.
Weißt du, wie der Sommer schmeckt?
Nach gelben Aprikosen
und Walderdbeeren, halb versteckt
zwischen Gras und Moosen,
nach Himbeereis, Vanilleeis
und Eis aus Schokolade,
nach Sauerklee vom Wiesenrand
und Brauselimonade.
Weißt du, wie der Sommer klingt?
Nach einer Flötenweise,
die durch die Mittagsstille dringt:
Ein Vogel zwitschert leise,
dumpf fällt ein Apfel in das Gras,
der Wind rauscht in den Bäumen.
Ein Kind lacht hell, dann schweigt es schnell
und möchte lieber träumen.
Es wird die Walderdbeere.
Bei mir im Garten überall verteilt, wächst dieses Obst dauernd. Zum "richtigen Ernten" eigentlich immer zu wenig , aber zum Naschen immer ein paar. DER Sommergeschmack im Mund.
Und da bei uns die Temperaturen beinahe die 40°-Marke knacken, bietet sich als "Unterlage" meiner Karte die Herstellung selbstgeschöpften Papiers geradezu an. Also wird Altpapier gezupft, Walderdbeerblätter gepresst, der Schöpfrahmen hervorgeholt und gematscht.
...heißt es doch im Text, ... Walderdbeeren, halb versteckt zwischen Gras und Moosen...
Das fertige Papier trocknet - bei den Temperaturen schnell. Darauf werden kleine Walderdbeeren aus naturgefärbtem Filz aufgeklebt und Konturen mit Fineliner gezeichnet.

Der Text darf mit dazu.
Und der Umschlag darf dann schon etwas vom Inhalt verraten.
..und ab die Post ;)